Die 4 PFEILER zur STÄRKUNG Deiner RESILIENZ!

Was ist RESILIENZ genau?


 

Häufig wird RESILIENZ als SCHUTZSCHILD der SEELE bezeichnet

oder anders ausgedrückt:

 

"Resilient sein bedeutet schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen." [1]

 

 

Wir werden in unserem Leben immer wieder mit kleineren oder größeren Stresssituationen konfrontiert, das ist ganz normal und gehört zum Leben.

 

 

 

 

Dies kann eine Trennung oder der Verlust eines geliebten Menschen sein. Es kann der Arbeitsplatzverlust, eine Krankheit oder auch ein Konflikt mit dem Partner/der Partnerin oder im Job sein. Dies kann selbstverständlich auch die aktuelle Corona Situation sein.

 

Hierbei nicht komplett die Fassung zu verlieren und trotz der schwierigen Situation wieder die innere Balance zurückzugewinnen, das zeichnet resiliente Menschen aus! Aus diesem Grund wird Reslilienz auch häufig als PSYCHISCHE WIDERSTANDSFÄHIGKEIT bezeichnet.

 

 

Im folgenden möchte ich mit Euch gerne die - in meinen Augen - 4 wichtigsten Resilienzfaktoren teilen, bei denen Ihr selber ansetzen könnt! Und gerne kannst Du schauen, wie Du diese in Deinem Leben bereits ausgeprägt oder integriert hast und an welchen Punkten gegebenfalls noch Entwicklungspotenzial besteht.

 

Gerne kannst Du Deine Erfahrungen oder Anmerkungen auch in die Kommentarfunktion des Blogs schreiben.

 

 

1. Die Dinge so annehmen wie sie sind!


 

Wenn das was ist sein darf,

dann kann es sich verändern

 

Ich habe diesen Punkt ganz bewusst an die erste Stelle gesetzt, denn: Das größte Leid entsteht - nicht zuletzt auch aus der Erfahrung in der Arbeit mit meinen Klienten/innen - wenn wir die Dinge anders haben möchten als diese sind.

 

Wir wollen zum Beispiel nicht akzeptieren, dass unser Partner/unserer Partnerin sich von uns trennen möchte, dass wir in einer Angst, Trauer oder Depression feststecken oder auch nur, dass unser Gegenüber einen Standpunkt vertritt, den wir innerlich total ablehnen.

 

 Häufig gehen wir auch in den Widerstand, beginnen zu kämpfen, wollen die Umstände anders haben, als sie nun einmal sind. Der heilsame Weg ist jedoch die Umstände anzunehmen! In diesem Zusammenhang möchte ich ein Gedicht von Jennifer Welwood mit Euch teilen, die auf ihren spirituellen Pfand gelangte (der sie später auch zum Buddhismus führte), als sie ihre erste Liebe im Alter von 15 Jahren durch einen plötzlichen und unerwarteten Tod verlor.

 

 

 

 

Bedingungslos

 

Wenn ich bereit bin Einsamkeit zu erleben,

entdecke ich Verbindung überall.

 

Wenn ich mich der Angst zuwende,

treffe ich die KriegerIn die in mir lebt.

 

Wenn ich mich meinem Verlust öffne,

spüre ich die Umarmung des Universums.

 

 

Wenn ich mich der Leere hingebe,

finde ich endlose Fülle.

 

Jeder Zustand, vor dem ich fliehe,

verfolgt mich.

 

Jeder Zustand, den ich willkommen heiße,

verwandelt mich

 

und wird selbst verwandelt,

in seine strahlende, juwelenartige Essenz.

 

 

 

Eine heilende Meditation zum Thema ANNEHMEN habe ich am Anfang der Corona Krise aufgenommen, die Ihr Euch HIER  anhören und auch herunterladen könnt.

 

 

2. Kontakte pflegen - ich bin nicht allein!


 

Ein soziales Netz kann uns in Krisen und schwierigen Situationen auffangen!

 

"Studien zeigen, dass allein das Gefühl, verlässliche Menschen an seiner Seite zu haben, die psychische Widerstandsfähigkeit fördert." [2]

 

 

 

Dies müssen jedoch nicht zwangsläufig die Familie oder gute Freunde sein, auch eine Glaubensgemeinschaft, ein Verein oder eine Selbsthilfegruppe stärken die Widerstandskraft.

 

 

Tipp:

Nutzt in schwierigen Zeiten, gerade auch bei Einschränkung von persönlichen Kontakten wie derzeit,

die modernen Möglichkeiten der Vernetzung und Kommunikation per Telefon,

(Video) Chat und Email und pflegt Eure persönlichen Kontakte!

 

 

 

3. Den Körper stärken: Bewegung ~ Sport ~ Entspannung


 Resiliente Menschen können Stress gut regulieren!

 

Nach stressigen Phasen ist es wichtig für Erholung und Entspannung zu sorgen. Ideal hierfür ist jede Art von Sport, um aus dem "Kopf" herauszukommen und die gebildeten Stresshormone im Körper wieder abzubauen.

 

Ebenso Entspannungsübungen wie Progressive Muskelrelaxation, Autogenes Training oder Meditation. Auch Aktivitäten mit Freunden können entspannend sein.

 

Ein gesunder Körper kann besser mit Stress umgehen. Hierzu tragen auch gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf bei.

 

 

 

 

Ein kleiner Tipp:

Auch "Spiel, Spass und Lachen" fördert die innere Widerstandskraft! Unser Körper baut Stresshormone ab und schüttet Glückshormone aus :-)

 

Vielleicht hast Du Lust wieder einmal das Kind in Dir zu entdecken, es freut sich auf Dich:-)

 

 

 

 

4. Selbstwirksamkeit


 

Die Gewissheit eine Krise meistern zu können!

 

Bei der Selbstwirksamkeit geht es um die Überzeugung, "das eigene Leben ein Stück weit zu kontrollieren" [3] und die Erfahrung zu machen, dass die eigenen Handlungen etwas verändern können. Klar, man kann Ereignisse wie die Corona Pandemie nicht kontrollieren. Den eigenen Umgang damit kann man jedoch sehr wohl steuern, indem man zum Beispiel eine feste Tagesstruktur beibehält, an Routinen festhält oder für schöne Momente und Belohnungen sorgt!

 

 

 

Sehr förderlich ist es darüber hinaus das eigene Umfeld oder andere Menschen zu unterstützen, zum Beispiel sich um "Verwandte, Freunde oder auch Nachbarn" [4] zu kümmern, denn nachgewiesen ist: Helfen macht glücklich!

 

 Sei realistisch optimistisch!

 

Eine positive und bejahende Grundeinstellung kann darüber hinaus in schwierigen Situationen und Krisen helfen! Damit meine ich nicht die berühmte rosarote Brille aufzusetzen. Vielmehr eine Krise als Herausforderung zu sehen, die Du meistern kannst! Die Psychologin Dr. Isabella Helmreich vom Deutschen Resilienz - Zentrum in Mainz spricht in diesem Zusammenhang von einem "positiven Bewertungstil: ´´  Wenn man sich darauf besinnt, wie man frühere Krisen bewältigt hat, legt man den Fokus eher auf eine produktive Problemlösung` ." [5]

 

 

 

 

Noch ein letzter Tipp am Schluss:

Lass das Schöne überwiegen!

 

 

 

Positive Emotionen stärken die Resilienz!

 

Leider konzentrieren wir uns oft auf das, was gerade nicht so gut läuft

oder klappt. Daher ist es wichtig den Fokus auf Dinge zu richten, die gut laufen,

die Dich zufrieden machen, das Schöne in Deinem Leben wahrzunehmen und es zu stärken. [6]

 

Helfen kann Dir hierbei ein Tagebüchlein: Schreibe jeden Tag eine Sache oder einen Moment auf,

der toll oder zumindest positiv für Dich war. Dies kann auch nur

etwas Kleines sein. Damit lenkst Du Deinen Blick

auf das Positive!

 

 

Viel Erfolg beim Entwickeln DEINER Resilienzfaktoren!

 

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Quellen:

 

[1] Leibniz Institut für Resilienzforschung, o.D., Was bedeutet Stärkung der Stressresilienz?, in lir-mainz.de. Abgerufen am 22.12.2020

[2] Schernbeck, Marlen. 2020. Der Schutzschild der Seele. In: Apotheken Umschau. Dezember 2020. S. 12

[3]Vgl. Schernbeck 2020. S.15

[4] Lederer, Erich. 2020. Zuversicht trotz Krise. In: ABENDZEITUNG. 09. November 2020. S. 6

[5]Vgl. Schernbeck, 15.

[6] Vgl. ebd.,15.

 


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Kommentare: 3
  • #1

    Adam E. (Mittwoch, 06 Januar 2021 13:11)

    Man hört ja immer wieder was zum Thema Resilienz. Für mich war das immer etwas vage, was genau gemeint ist.
    Durch deinen "griffigen" Artikel ist es jetzt für mich besser greifbar. Danke auch für die schönen Beispiele und bildhaften Anregungen!

  • #2

    Andreas (Mittwoch, 13 Januar 2021 10:46)

    Dein Artikel macht Mut und zeigt einfache, klare Möglichkeiten zur Krisenbewältigung auf. Schön, dass die Einleitung "Wenn das was ist sein darf, dann kann es sich verändern" die angebotenen Meditation in schwierigen Zeiten aufgreift.

  • #3

    Tom Schindler (Donnerstag, 14 Januar 2021 20:56)

    Danke für das schöne Feedback Andreas!

    Ich habe Deine Rückmeldung zum Anlass genommen, die von Dir erwähnte "Meditation für schwierige Zeiten" in den Blogbeitrag am Ende von Punkt 1 noch einzufügen.
    LG Tom