Worum geht es im Buddhismus?


Buddhistischer Tempel, Pagode, Stupa im Abendlicht
Buddhistische Pagode in Thailand

 

 

"Sich bemühen

Unheilsames zu lassen

Heilsames zu tun

 

Den eigenen Geist zu entwickeln

Das Herz mit Mitgefühl zu füllen"

 

Dies ist die Lehre des BUDDHA

 

 

Streng genommen ist der Buddhismus also keine Religion, sondern eher eine Psychologie oder Philosophie, die uns dazu ermuntert in unseren eigenen Geist und unser Herz zu schauen, unsere Gedanken und Gefühle näher zu "erforschen".

 

Der Buddhismus glaubt an keinen Schöpfergott wie im Christentum, Judentum oder Islam.

Vielmehr lehrte der Buddha, dass jeder Mensch selbst die Fähigkeit entwickeln kann, zu erkennen, wie die Dinge "wirklich" existieren. Sich auf den eigenen Weg zu machen, so wie er es selbst getan hatte. Als Hilfsmittel hierzu dienen vor allem die Kontemplation und die Meditation.

 

Das Leben des Buddha


Der Buddha (übersetzt der "Erwachte") hieß eigentlich Siddharta Gautama und lebte vor ca. 2.500 Jahren in Indien.

 

Er war der einzige Sohn eines Fürsten und ihm wurde schon bei seiner Geburt prophezeit, entweder ein großer Herrscher oder ein unübertrefflich weiser Mann zu werden. Er heiratete, bekam einen Sohn, doch das Leben in Wohlstand und mit der Familie machte ihn nicht glücklich, denn er sah die Vergeblichkeit unserer Bemühungen, da wir doch alle krank werden, Verluste und Trennungen erleiden, alt werden und irgendwann sterben müssen.

Der erleuchtet Buddha
Der historische Buddha

So wurde er ein wandernder Asket auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und fragt sich, ob es möglich wäre, als Mensch wie Du und ich alles Leiden zu beenden. Nachdem er die Lehren verschiedener weiser Menschen studiert und praktiziert hatte, suchte er seinen eigenen Weg.

 

Im Alter von 40 Jahren fand er in tiefer Meditation unter einem Bodhi-Baum die Erleuchtung. Er erkannte die Ursache des Leidens im ständigen Wünschen und Ablehnen, konnte sich davon befreien und wurde so ein innerlich vollkommen freier Mensch. Etwa 40 Jahre zog er zu Fuß durch Nordindien, hielt zahllose Reden, gründete eine Gemeinschaft von männlichen und später weiblichen Begleitern, gewann viele Anhänger und Nachfolger seiner Lehre.

 

Er hatte Begegnungen mit Menschen aller Stände und wurde so zum Begründer einer Tradition und Lebenslehre, die bis heute Bestand hat und zu dem sich auch immer mehr westliche Menschen hingezogen fühlen.*

 


* Aus Paul Köppler: Auf den Spuren des Buddha, Barth Verlag 2001